1959 – Elvis Presley bis Cliff Richard – …und was mit dem Rock’n’Roll passiert
Das Ende der 50er ist der Zeitpunkt, an dem sich der zunächst ach so revolutionäre Rock’n’Roll zur Ruhe zu setzen scheint… oder entscheidend verändert..?
Das Ende der 50er ist der Zeitpunkt, an dem sich der zunächst ach so revolutionäre Rock’n’Roll zur Ruhe zu setzen scheint… oder entscheidend verändert..?
Mit dem Fortlauf der 90er wird die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Genre’s in der Populärmusik immer schwieriger… oder… sie wird unwichtiger. Indie Rock – der Überbegriff für den Noise Rock, mit dem ich mich in diesem Kapitel befasse – ist ein Begriff für eine so breite Palette an Möglichkeiten und Interpretationen, dass die Kategorisierung eines bestimmten Acts, eine bestimmten Albums nicht mehr möglich ist.
Zunächst ein Hinweis zu diesem Teil 2 der Gimme Indie Rock-Reihe für ’89: Lies dazu das tolle Buch Gimme Indie Rock von Andrew Earles in dem 500 Alben der hier vorgestellten Art im großen Rahmen beschrieben werden. Und lies natürlich Teil 1 über (Gimme) Indie Rock des Jahres 1989.
Tja… hier haben wir eines dieser Kapitel, das andere Kapitel desselben Jahres in diesem Buch ad absurdum führen mag. Man kann die Überschrift 1970 – Deep Purple bis Stray – Daher kommen Hardrock und Heavy Metal gerne falsch finden, nachdem man die hier im folgenden beschriebenen Alben angehört hat.
In diesem Teil der Kapitel-Reihe mit dem Titel „Gimme Indie Rock…“ beziehe ich mich auf ein Standard-Werk über die Rockmusik der sog. Indie-Szene und -Zeit vom Autoren Andrew Earles. Auf dessen Buch „Gimme Indie Rock – 500 Essential American Undergroud Rock Albums 1981-1995“.
Die Corona-Pandemie hat die Welt im Griff – und die Verteilung der im Rekord-Tempo entwickelten Impfstoffe erfolgt zunächst nach rein finanziellen Gesichtspunkten nur in der westlichen Welt.
…ja – was beinhaltet dieser Begriff? Das können wir hier unten an 21 (!) Beispielen hören. „Weird“ war in den 00er-Jahren ja vieles in der Populärmusik. New Weird America ist deckungsgleich mit der Freak Folk Szene, der Begriff ist nur eine noch größere Klammer über etliche Bands/Musiker, die für den normalen Hörer irgendwo zwischen freundlich-folky und psychedelisch-drony musizierten.
Mit dem Satz „Es GIBT keine Genre-Grenzen“ leite ich fast jeden Themenartikel ein: Viele Musiker würde sich wahrscheinlich gegen die Einordnung in Schubladen verwehren. Andererseits aber dienen diese Genre-Bezeichnungen als Thema, als Überschrift und es bereitet mir Freude, diese hypothetischen Grenzen mit den ausgewählten Alben zu missachten.
Jaja – Progressiver Rock… da gibt es gerade in einem Jahr wie ’72 in den Ohren der vielen (heute als lächerlich-konservativ angesehenen) Afficionados noch mehr, als die hier beschriebenen 17 Alben von 15 Acts. Und Manches Album, das ich unter Kapitelüberschriften wie „Hard Rock“, „Psychedelic Rock“…. etc beschreibe, kann man auch dem Genre ProgRock zurechnen… viel Spaß also beim einordnen.
… ist in diesem Jahr 1975 eine Geschichte mit einigen Klassikern. ’75 ist voller Alben von hervorragenden Songschmieden, die in allen möglichen Zwischenbereichen musizieren… sprich: Es gibt sehr viele sog. Singer/Songwriter(-alben), die AUCH Country, Folk, Rock, Pop, etc. sind.
Einen Abriss der Geschichte des SST-Labels habe ich schon im Artikel 1983 – Black Flag und SST Records bis Cramps – Die Schaumkrone der US Hardcore Welle hinterlassen – dass dieses Label eine Institution des amerikanischen Underground war… auch 1987 noch… ein Label auf dem in dieser Zeit noch immer verlässlich spannende Musik veröffentlicht wurde – mag man schon allein an der Tatsache ermessen, dass ich im „Hauptartikel 1987 Sister von Sonic Youth untergebracht habe.
Unter mysteriösen Umständen bricht Ende ’19 in China der sog. Corona Virus aus und breitet sich schnell weltweit aus. Gesellschaften erzittern unter den erforderlichen Schutz-Maßnahmen gegen die Pandemie. Insbesondere dass die Wirtschaft darunter leidet, wird zum Problem. Menschen verlieren Jobs, müssen aufeinander Rücksicht nehmen, um sich gegenseitig zu helfen und zu schützen – und das nervt bald so sehr, dass die von dem Virus ausgehende Gefahr von Spinnern lieber geleugnet wird…
Ende der 60er/Anfang der 70er gibt es eine gewaltige Menge an Alben, die ich hier in verschiedene, sich thematisch überschneidende Kapitel packe. Es gibt eine Häufung von Musikern und Bands, die sich in einer bestimmten Richtung der Populärmusik ausprobieren.
Heavy Metal entsteht in keinem bestimmtem Jahr – auch nicht 1976. Moderner Metal hat sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Die erste Häutung war Ende der 60er, als Bands wie Led Zeppelin, Black Sabbath, Deep Purple und viele unbekanntere Acts aus Blues und Psychedelik Hardrock und Heavy Psych zusammenbrauten.
1971 ist das Jahr, in dem die Anzahl an deutschen „Rockmusik“-Alben mit Innovationskraft und Bedeutung einen ersten Höhepunkt erreicht. In den kommenden Jahren werden ein paar Alben deutscher Acts auch international veröffentlicht, aber ’71 wird die originär deutsche Rockmusik noch meist von Labels wie den gerade gegründeten Bacillus, Kuckuck oder Ohr definiert.
Zuerst – Lies das tolle Buch Gimme Indie Rock von Andrew Earles. Der hat 500 Alben der hier beschriebenen Provenienz toll dargestellt, der hat im großen Rahmen beschrieben, was ich hier in Kapiteln versuche zu ordnen. Ich bin durch dieses Buch auf einige Alben gestoßen. Nicht Alles kannte ich…
…dieses Kapitel mag der Leser im Anschluss an die ’67er und ’68er Kapitel über den Psychedelic Rock an der Westküste der USA lesen. In „1967 – Monterey und der „Summer of Love“ – Psychedelische Plakatkunst“ und „1968 – Die Ernte des Summer of Love und seine Konzert-Venues“ sind die entscheidenden Ereignisse und einige Alben des Psychedelic Rock der Bay Area beschrieben.
Der durchgeknallte US-Präsident Trump zündelt am Weltfrieden, erklärt Wirtschafts-Kriege im Wochentakt und baut zu recht auf die Dummheit seiner Anhänger, für die alles was er macht, Gottes Segen hat. Die EU taumelt politisch, weil die Briten den Austritt aus der EU wollen und dank des Trump-Klon’s Boris Johnson und ignoranter Wähler auch bekommen. Weltweit scheinen rechte Idioten auf dem Vormarsch.
Weil der Klimawandel mit einer monatelangen Dürre, mit brennenden Wäldern und Temperaturen über 35 Grad jetzt sogar in Nord-Europa deutlich wird, beginnen manche Politiker tatsächlich über die Notwendigkeit klimapolitischer Konsequenzen nachzudenken.
Psychedelic Music… tja. Damit haben irgendwann in den Sechzigern Jugendliche angefangen, als sie unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Substanzen Musik machten und sich eine Veränderung der WELT erhofften. Diese Hoffnung wurde zu Beginn der 70er allerdings durch Krieg, schlechte Drogen, den Verkauf von Idealen und die harsche Realität mindestens verdunkelt.
Spätestens 1991 hat sich der Begriff „Grunge“ in der Jugendkultur aufgebläht um dann – wie das mit solchen Hypes ist – nach wenigen Jahren wieder zu implodieren. Nirvana’s Nevermind und Pearl Jam’s Ten waren die Alben, die fast jeder junge Mensch zwischen 15 und 25 Anfang der 90er gehört und gefeiert haben dürfte (lies dazu das Kapitel 1991… Ein Jahr voller Grunge).
Seit Ende der 60er Bands wie Can, Amon Düül oder Tangerine Dream auf der Musikszene erschienen sind, sind ein paar Jahre vergangen. Inzwischen hat auch das Ausland (zumindest das UK) – insbesondere Dank DJ John Peel – Kenntnis davon erhalten, dass die „Krauts“ (Die Weltkriegs-Bezeichnung für die „Deutschen“) inzwischen sehr eigenständige Musik machen.
Ich verweise immer wieder gerne auf dieses tolle Buch von Andrew Earles mit dem von der Band Sebadoh entliehenen Songtitel „Gimme Indie Rock“. In dem werden 500 Alben von US-Bands aus der Zeit von 81 bis 96 als wichtige Beispiele für den extrem heterogenen (Stil)-Begriff „Indie Rock“ vorgestellt.
Auch für das „Folk-Genre“ gilt: Es gibt seit langem keine „reine Lehre“ mehr. Die Zeiten, als britische Folkmusiker – oder Bob Dylan in den USA – von Fundamentalisten verachtet wurden, weil sie sich von den Vorlagen aus der Zeit der Vorväter entfernt hatten, gar elektrische Instrumente einsetzten, ist lange vorbei.
Der letztes Jahr gewählte Präsident der Vereingten Staaten, Donald Trump, bestätigt sich als der dumpfe Anti-Demokrat, den man befürchtete. Der Trend, dass demokratisch gewählte Staatsoberhäupter das System, dass sie in ihre Position gebracht hat zum eigenen Nutzen missbrauchen und den Grundgedanken der Demokratie – dass auch Minderheiten eine Stimme haben – völlig missachten, breitet sich weltweit aus.
Neben all der „Populärmusik/Rockmusik – wasauchimmermandazusagenwill..“, die in all den Kapiteln im Großen Rockhaus untergebracht ist, gibt es in jeder Phase/zu fast jedem Zeitpunkt Alben, die sich in keine Kategorie einfügen lassen. Manche dieser Alben – und ihrer Künstler – sind „nur“ ihrer Zeit voraus, setzen ggf. Trends, die in einigen Monaten aufgegriffen werden und möglicherweise so etwas wie Mainstream werden.
…wieso Cleveland? Cleveland in Ohio war in den 30er Jahren mal eine der größten und wichtigsten Städte der USA. Aber mit dem Beginn der Ölkrise zu Beginn der Siebziger gingen fast alle großen Arbeitgeber aus der Stahl- und Automobilindustrie pleite, weil sie mit der internationalen Konkurrenz nicht mithalten konnten – ein Problem, das die US-Wirtschaft bis heute quält.
1986 steht Metal in voller Blüte. Da ist vor Allem Thrash, die härtere, amerikanische Variante des punk-infizierten Metal aus Großbritannien. Vorbilder wie Iron Maiden, Diamond Head oder Saxon klingen gegen Bands von der US- Westküste wie Slayer, Metallica, Megadeth oder Metal Church inzwischen fast zahm, zugleich bringen New Yorker Hardcore Bands wie Cro-Mags, Crumbsuckers oder Agnostic Front ihre Härte in den Thrash ein – und werden wieder selber von ihm beeinflusst
Achtung! Anstrengend. Fast wie Free Jazz… Mal ganz vereinfacht: Ein Drone ist eigentlich ein durchgezogener tiefer Ton, bei alten Folksongs gerne auf mittelalterlichen Instrumenten wie Dudelsack oder Drehleier gespielt, der einer Melodie unterlegt wird. Diese Melodie hält sich wiederum an dem Drone fest. Soweit so gut.
Ab Mitte der 90er ist es ein Vergnügen, sich mit Trauer und Langsamkeit zu beschäftigen. Es gibt nach dem Aufkommen und Zusammenbruch des Indie-Hypes eine große Anzahl von Bands/Alben, die sich nur noch sehr bedächtig in den weiten Feldern des ermüdeten Indie-Rock bewegen.
Spätestens ab den Mitt-90ern wird es kompliziert, wenn man in der Geschichte der „Rockmusik“ ein Kapitel mit einem Stilbegriff überschreiben will. Es ist die Zeit der Postmoderne, die sich auch in den zu dieser Zeit angesagten Stilbegriffen wiederfindet:
Die wichtigen und großen Jahre des British-Blues-Rock Boom sind – wenn man sich an Alben orientiert – die Jahre 1968 bis 1970. Dieser spezielle importierte Blues wurde nach kurzer Zeit immer stärker mit progressivem Rock und Psychedelia vermischt. Brit Blues hatte sich im United Kingdom seit der Mitte der Sechziger aus diversen Quellen entwickelt.
In der Einleitung des Hauptartikels 2005 steht geschrieben…: „Die Aufregung um gehypte Bands wie Franz Ferdinand, und mit ihr der ganze Post-Post-Punk Hype sinkt auf ein erträgliches Maß, als etliche dieser Bands ihre mehr oder minder hippen Zweit-Werke veröffentlichen…“ Das kann man sich natürlich genauer anschauen/hören…
Ja – 1984 erblüht Thrash Metal. Und mit Proto-Black Metal a la Bathory und Celtic Frost kündigen sich noch schröcklichere Gestalten im harten Genre an. Aber es gibt zu dieser Zeit (und auch später noch…) auch die Bands, die – meinetwegen – eher zurück blicken.
Jetzt starten die Bands des US-Thrash Metal richtig durch. Die härtere, modernere Variante des Metal – von Hardcore und den Bands der britischen neuen Welle des Heavy Metal beeinflusst – hat mit Metallica’s Ride the Lightning (im Hauptartikel 1984 beschrieben…) sein erstes wirklich über Jahre hinaus einflussreiches Album.
Der Krieg in Syrien, das fatale politische Klima zwischen den USA, der EU und Russland, die Schlammschlacht vor der Wahl des US-Präsidenten –das sind beherrschende Themen des Jahres 2016.
Und wieder: Es gibt dieses tolle Buch von Andrew Earles mit dem von der Band Sebadoh entliehenem Songtitel „Gimme Indie Rock“. In dem werden 500 Alben von teils auch hier genannten US-(!) Bands aus der Zeit von 81 bis 96 als wichtige Beispiele für den extrem heterogenen (Stil)-Begriff „Indie Rock“ vorgestellt.
Wie so oft schreibe ich über einen musikalischen Trend zu dem Zeitpunkt, an dem er sich am besten an bestimmten Alben festmachen lässt – denn mir geht es in erster Linie um die auf Tonträgern dokumentierte Musik – und nicht so sehr um das erste Mal, an dem eine bestimmte Absicht in Musik gegossen wurde.
Politische ist 2015 vom Terrorismus des islamischen Staates (ISIS) bestimmt. Terroranschläge diverser Art an verschiedensten Orten, zuletzt in Paris – was die „westliche“ Welt weit mehr in Erregung versetzt, als vergleichbare Attentate in afrikanisch/arabischen Staaten – dazu eine Organisation, die im vom Bürgerkrieg zerrissenen Syrien und im Irak einen eigenen Staat aufbaut.
1962 beackern einige Plattenlabels in den USA Jazz als kommerziell ertragreiches Feld. Dass Miles Davis bei Columbia veröffentlicht – und dort auch bis zu seinem Tode bleiben wird – zeigt, dass diese Musik und kommerziell orientierte Musikverlage zusammengehen.
Die Revolution, die nach der Explosion von Punk im UK (und auch in Rest-Europa) vonstatten ging, führte zu mindestens so großen Veränderung in der populären Musik, wie Elvis‘ Erfindung des Rock’n’Roll oder Dylan’s Elektrifizierung von Folk into Pop.
Natürlich gibt es auch zu Beginn des neuen Jahrtausends genügend Singer/Songwriter. Um es zu Beginn dieses (…und all der anderen Kapikel mit dieser Überschrift…) zu erwähnen: Musik, die unter diesen Begriff fällt hat keine wirklichen stilistischen Grenzen.
1993 kann man als das Jahr der Initialzündung einer mitunter recht zwiespältigen Variante des Metal ansehen. Ende der Achtziger hatten ein paar Jugendliche in Norwegen keine Lust mehr auf die – ihrer Meinung nach – zu wenig ernsthaften und nur noch “modischen” Bands des Death- und Thrash Metal.
Der/Die Singer/Songwriter/in ist auch in den 90ies noch da. Diese Künstler machen ja sowieso das, was Popmusik seit den frühen Sechzigern ausmacht: Man erzählt seine Geschichten, schreibt einen Song und spielt dazu Gitarre oder Klavier. Na ja – Eigentlich machen das doch alle Musiker von Country bis Death Metal…
Es gibt dieses tolle Buch von Andrew Earles mit dem von der Band Sebadoh entliehenem Songtitel „Gimme Indie Rock“. In dem werden einige der hier beschriebene Alben als wichtige Beispiele für den extrem heterogenen (Stil-)Begriff Indie Rock vorgestellt.
2014 ist politisch geprägt durch den Konflikt in der Ukraine und im nahen Osten. Da ist der Bürgerkrieg in Syrien mit dem „IS“ als einer Partei, die auch Idioten aus dem Westen rekrutiert, um im Namen des Islam jeden zu attackieren, der nicht flugs „Inschallah“ ruft.
..aber neben den im eigenen Kapitel gewürdigten Death Metal Klassikern erscheinen ’89 natürlich immer noch etliche Thrash-Metal Alben von hoher Qualität.
In diesem Jahr türmt sich in meinen Augen die Welle der schmutzigsten Variante des Death-Metal auf, um sofort zu „brechen“: 1988 wird Grindcore zu Ende dekliniert.
1987 hatte Chuck Schuldiner mit seiner Band Death und dem Debütalbum Scream Bloody Gore – und im folgenden Jahr mit dem Nachfolger Leprosy – den Standard für eine weitere Extrem-Metal Variante gesetzt: Man will fast behaupten, er hat ein komplettes Genre „erfunden“:
…Na ja, es ist wohl auch Ansichtssache – aber ich habe den Eindruck, dass der Fan „progressiver“ Rockmusik die Ästhetik seiner favorisierten Musik nie hinterfragt hat.
Nirvana’s Nevermind – und damit der angebliche Startschuss für den kommerziellen Siegeszug der „alternativen“ Rockmusik – wird am 24. September 1991 veröffentlicht. Die Nevermind-Single „Smells Like Teen Spirit“, die via MTV den Siegeszug der Band Nirvana einläutet, erschien 14 Tage zuvor.
Die Weltpolitik ist geprägt von den Nachbeben des arabischen Frühlings. Die islamischen Ländern rund ums Mittelmeer kommen nicht zur Ruhe: Die Einen wollen Demokratie in der Hoffnung auf Wohlstand, die anderen wollen ein strenges, islamisch geprägtes Gesellschaftssystem – und letztlich wollen alle nur Macht.
Wie 2011 steht auch 2012 im Zeichen des arabischen Frühlings – viele Menschen in den arabischen Ländern hoffen auf den demokratischen Wandel – andere aber wollen strenges islamisches Recht, und diese Differenzen werden nun in Ägypten, Syrien, Saudi-Arabien etc blutig ausgetragen.
Politisch steht 2011 ganz im Licht des sogenannten „arabischen Frühlings“ – dem Versuch vieler Menschen in verschiedenen islamischer Staaten rund ums Mittelmeer, demokratische Verhältnisse via Revolution zu erzwingen.
Ein weiteres Jahr der Naturkatastrophen: Bei Überschwemmungen in Pakistan kommen Tausende um, in Russland führt Trockenheit zu Wald- und Torfbränden, in Polen kommt es am Flußlauf der Oder zu Überschwemmungen. Der Vulkan Eyjafjallajökull in Island bricht aus und legt den Flugverkehr europaweit lahm.
Es ist unfair. Man hat die „großen“ Bands/Musiker aus der Mitte der Sechziger – die Beatles, die Stones oder Dylan und die Byrds – im Gedächtnis, weil bei ihnen neben großem Talent auch Glück, ein schlaues Management und die damalige – auch die heutige – Musikpresse beim Hype zusammenwirkten.
Die Welt befindet sich nach wie vor im Griff der Finanzkrise. Große Veränderung in der neoliberalen Kamikazepolitik der Börsen und Konzerne sind allerdings nicht zu erkennen, denn die Lasten müssen ja nur Millionen von keiner Lobby vertretene Steuerzahler tragen und die Verantwortlichen können sich derweil sogar an ihrem Versagen via Abfindungen bereichern.
Schon für die Mitt-90er habe ich Kapitel über „Freien Folk“ verfasst – die Spielart des Folk – oder des „New Weird America“ oder des Avant-Folk oder Psychedelic Folk oder oder – die gerne das Songformat sprengt, Musik, die Einflüsse aus anderen Stilarten als den in der populären Musik der westlichen Welt üblichen integriert.
Ich kann diesen Artikel NICHT mit dem Begriff „Slowcore“ überschreiben – weil die Bands, die in diesem Artikel diese wunderbar langsame Musik machen, nicht im selben Topf köcheln, wie die Protagonisten dieses sog. Slowcore, und weil selbst die den Begriff „Slowcore“ eher misstrauisch bis ablehnend betrachtet haben dürften.
In den USA wird mit dem Demokraten Barack Obama erstmals ein Afro-Amerikaner zum Präsidenten gewählt. Er ist Hoffnungsträger vieler fortschrittlicher Amerikaner, wird aber an den Strukturen des konservativen Amerika verzweifeln, die meisten Hoffnungen nicht einlösen können und vor Allem die vielen Rassisten der US-Gesellschaft zu unversöhnlichen Anti-Demokraten machen.
Der Artikel über Death Metal 1991 wäre ohne eine Zweiteilung einfach zu lang geworden. Ich habe mich für den zweiten Teil auf Bands ausserhalb des Anglo-Amerikanischen Raumes konzentriert. Denn Tatsache ist, dass gerade im Metal spätestens seit den Mitt-Achtzigern eine erstaunliche Internationalität herrscht. Bands aus Skandinavien, aus Süd-Amerika, aus Zentral-, Süd- und Ost-Europa, aus Asien und Australien, sprechen EINE musikalische Sprache – und ein Beweis dafür findet sich in diesem 2. Teil des Artikels über Death Metal 1991.
Death Metal – ich will die Gelegenheit nutzen, diesen Lärm anzupreisen, den Krach, der sich zunächst so formlos und un-unterscheidbar über die Ohren seiner Hörer stülpt, der aber (wie so oft bei Musik, die mit „Noise“ arbeitet) bei genauem Hinhören erstaunlich brilliante Verzierungen innerhalb des Lärms erkennbar werden lässt – und der sich zu Beginn der 90er in Musiker-Kreisen trotz seiner scheinbar infantilen Themen und Covergestaltungen als ernst zu nehmende musikalische Revolte beginnt zu etablieren.
In Mitteleuropa tobt im Januar ein gewaltiger Sturm namens „Kyrill“ über die Länder und richtet einen finanziellen Schaden von über 8 Milliarden € an, und das ist erst der Anfang eines an Wetterextremen reichen Jahres.
2004 wird publik, dass US-Verhör-Spezialisten im irakischen Gefängnis Abu Ghraib Gefangene foltern – und sich damit den dauerhaften Hass der gesamten arabischen Welt sichern.
George Bush ist zum zweiten Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden, mit minimalem Vorsprung vor seinem Widersacher. Im Irak wird die Suche nach Atomwaffen ergebnislos beendet – der vorgebliche Grund für die Invasion des Irak entfällt somit ersatzlos, was aber die konservativen Kräfte in den USA nicht anficht
Im Iran und Irak, in Israel, im ganzen Nahen Osten ist die politische und gesellschaftlich/religiöse Situation enorm angespannt. 2006 ist das Jahr, in dem jeder gegen jeden irgendeinen Kampf ausficht, das Jahr, in dem die meisten Journalisten in Ausübung ihres Berufes umkommen und ein weiteres Jahr in dem Hunderte durch politisch und religiös motivierte Selbstmordattentate sterben müssen und in dem in der westlichen Welt diverse Attentatsversuche vereitelt werden.
Es ist das fatale Jahr, in dem der durch diverse Betrügereien der US-Regierung forcierte dritte Golfkrieg beginnt – gegen durchaus laute Proteste aus der ganzen Welt. Er endet schnell mit dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein, ist aber für die Rüstungsindustrie eine Investition in die Zukunft, denn nun ist die Golfregion völlig destabilisiert und in der Konsequenz finden in verschiedenen Ländern schon mal etliche islamistisch motivierte Attentate statt.
Na ja, Folk wurde natürlich viel früher befreit. Spätestens als Ende der Sechziger Bands wie Fairport Convention oder The Pentangle Pop und Jazz beimischten….
994 ist ein Jahr, in dem eine Unzahl hervorragender Metal-Alben veröffentlicht werden – verteilt auf alle Nischen des inzwischen in x Varianten aufgefächerten Genres. Hier will ich den Fokus auf das von mir besonders geliebte Sub-Genre Doom richten – das selber in diversen Varianten existiert – und dazu ein paar erklärende Worte schreiben:
Ich kann auch völlig unhip (Stand 2021)…. Musik aus Großbritannien Mitte der Neunziger mit dem Begriff „Brit-Pop“ zu etikettieren ist der hilflose Versuch, doch teils recht unterschiedliche Bands und Sounds einer bestimmten Zeit und Herkunft zu vereinheitlichen und unter einen Deckel zu stecken… und führt logischerweise zu Mißverständnissen.
Die europäische Gesamtwährung „Euro“ wird eingeführt und die EU beschließt, sich um zehn Mitglieder aus dem ehemaligen Ostblock zu erweitern. In Mitteleuropa kommt es an Elbe und Donau durch Hochwasser zu riesigen Überschwemmungen, die Milliardenkosten verursachen. Klimawandel anyone?
Mit George W. Bush ist nun ein grenzdebiler Dummkopf Präsident der Vereinigten Deppen, während in Russland Gerhard Schröder-Kumpel Wladimir Putin seine jahrzehntelange „demokratische“ Herrschaft antritt. Den Tschetschenienkrieg führt dieser Friedensfürst fröhlich weiter.
Die Populärmusik der frühen Neunziger hat an „Härte“ gewonnen. Acts wie die Pixies, Nirvana (NOCH keine Mega-Stars), Crossover Helden wie die Red Hot Chili Peppers oder HipHop Acts wie Public Enemy sind laut, hart, schnell, depressiv bis aggressiv – und spiegeln mit ihrer Härte den Zeitgeist wieder.
Eines als Einführung: Für den Nicht-Initiierten hört sich in den extremen Bereichen des Metal vermutlich vieles ziemlich gleich an – aber für einen Inuit ist Schnee ja auch nicht gleich Schnee – es gibt Unterschiede, die man bei genauem Ansehen erkennt.
Nach einem schmutzigen Wahlkampf wird George Bush Jr. als 43.Präsident der Vereinigten Staaten und Marionette seiner Familie und der Konservativen in den USA vereidigt. In Afghanistan zerstören die Taliban zwei 1500 Jahre alte riesige Buddha-Statuen, dort und im Iran/Irak ist der gesellschaftliche und politische Druck gewaltig – die Zeichen stehen auf Krieg.
Gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten wird nun in der Lewinsky Sex-Affäre wegen Meineides ermittelt, aber letztlich wird er – trotz aller durchaus geheuchelten Empörung – nicht aus dem Amt gejagt.
In den USA sorgt die sogenannte Lewinsky-Affäre für Aufsehen, in der Präsident Bill Clinton sein Verhältnis zu einer Praktikantin samt pikanter Details zugeben muß und damit die heimliche Begeisterung aller Moralwächter erregt.
Nach zwölf Jahren kommt in England die Labour Party mit Tony Blair an der Spitze an die Macht. In Europa scheinen die Sozialdemokraten einen Run zu haben, aber vor den internationalen Konzernen und der Globalisierung werden sie allesamt einknicken bzw. ihre Prinzipien verkaufen.
Die hier unten versammelten Musiker und Alben mögen stilistisch sehr unterschiedliche Grundlagen haben – und ich will auch keine Ähnlichkeiten herbeifantasieren – aber eines fällt auf im Jahr 1969:
Beim verfassen dieses Artikels wurde mir klar, wie wenig ich über elektronische Musik weiss. Meine Annahme, dass der kreative Prozess, in dem diese so innovativen Klänge entstanden sind, ein anderer ist, als der Prozess beim erzeugen „klassischer“ Rockmusik hat sich als falsch entpuppt.
In den USA wird der Demokrat Bill Clinton wiedergewählt, der Lewinsky Sex-Skandal liegt noch in der Zukunft. In den ehemaligen Teilrepubliken der UdSSR ist es unruhig, so manche Region, die nun Russland angehört, will selbständig werden. Die französische Regierung verkündet nach weltweiten Protesten das Ende ihrer Atomtests.
Genau wie Hardcore, Punk, Blues – wie alle Genre’s und ihre Bezeichnungen – ist auch Noise-Rock ein äußerst ungenaues Wort für Musik von Bands, die Einflüsse aus unterschiedlichen Richtungen mit EINER Gemeinsamkeit verbinden:
Der Begriff „Post Rock“ wird vom Journalisten Simon Reynolds in seinem Review des ’94er Bark Psychosis Albums Hex für das Mojo Magazin geprägt:
In Ruanda beginnt einer der blutigsten Bürgerkriege des 20. Jahrhunderts mit einem Massaker von Hutu-Soldaten an der Tutsi-Bevölkerung. Im Verlauf dieses Bürgerkrieges sterben fast 1 Millionen Tutsi – und die Weltgemeinschaft schaut tatenlos zu.
In Europa werden die Grenzen zwischen den EU Mitgliedsstaaten geöffnet, Grenzkontrollen entfallen nun in der Regel, in Srebrenica kommt es zu einem der schrecklichsten Massaker an der Zivilbevölkerung im Bosnienkrieg. Serbische Truppen töten bis zu 8.000 Zivilisten, die niederländischen UN Blauhelme vor Ort schauen vor Angst erstarrt tatenlos zu.
Man mag sich die Frage stellen, ob die Unterschiede zwischen den HipHop Acts der US Westküste (sprich aus L.A.) und der Ostküste (namentlich New York) nicht nur konstruiert sind. Letztlich ist es doch alles HipHop – Musik, bei der über Samples und Beats die jeweilige Lebensrealität dargestellt wird.
Das Golden Age of HipHop ist an seinem Höhepunkt angelangt. HipHop hat seit beginn der Neunziger die Charts erreicht und die Rapper der verschiedenen Szenen im Osten, Westen und Süden der Staaten haben sich in Stellung gebracht.
Wie so oft: Auch das Thema dieses Kapitels könnte eine andere Jahreszahl vorantragen. Die US Version des „neuen“ Metal – genannt Thrash – brach natürlich nicht exakt im Jahre 1983 los – aber ’83 ist ein gutes Jahr, um sich mit den Innovatoren des Heavy Metal nach den Siebzigern zu beschäftigen, weil in diesem Jahr nach einer Zeit im tiefsten Underground die ersten „Alben“ dieses Stils erscheinen.
Zu Beginn der Achtziger haben in den USA die unabhängigen Radiostationen der Colleges und Uni’s begonnen, eigenständige Radioprogramme zu senden – losgelöst vom Charts-Diktat der landesweit arbeitenden „kommerziellen“ Radiostationen.
Zunächst einmal ein bisschen Geschichte: HipHop entstand zu Beginn der Achtziger an der Ostküste der Staaten, genauer in den Ghetto’s der New Yorker Bronx.
Hardcore, die schnellere Form des Punk, hat sich seit dem Ende der Siebziger ganz prächtig entwickelt. Insbesondere in den USA gibt es inzwischen einige stilistische Varianten des zunächst scheinbar so schlichten Getrümmers.
Und wieder der Hinweis: Ich benutze gerne Genrebegriffe – sie sind praktisch – aber ich bin mir der Tatsache bewusst (und will sie deutlich machen…) dass sie fast immer falsch, ungerecht und dümmlich vereinfachend sind.
Der Demokrat Bill Clinton wird als 42. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt, auf das World Trade Center in New York wird ein Sprengstoffanschlag verübt, bei dem 6 Tote und 1000 Verletzte zu beklagen sind. Der erste Versuch sozusagen.
Serbien und Kroatien schließen einen Waffenstillstandsabkommen, diverse Balkanstaaten werden von der Weltgemeinschaft anerkannt – und im August beschießt die serbische Armee die Nationalbibliothek in Sarajevo. Damit beginnt der Bosnienkrieg – ein „Teil“ des lange andauernden Konfliktes im ehemaligen Jugoslawien.
Der zweite Irak-Krieg endet, Kuwait wird von den amerikanischen Truppen befreit. Der Warschauer Pakt löst sich auf, als verschiedene ehemalige Sowjetrepubliken ihre Unabhängigkeit erklären, die Sowjetunion zerfällt, nachdem Hardliner der KpdSU versucht haben im sogenannten Augustputsch Michail Gorbatschow abzusetzen und die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen rückgängig zu machen.
In der UdSSR wird nun auch offiziell die sogenannte Perestroika von Michail Gorbatschow verkündet, die Neujahrs-Ansprache Ronald Reagans wird in der Sowjetunion im Fernsehen übertragen. Bei einem Besuch des amerikanischen Präsidenten in Berlin fordert dieser, die Mauer niederzureißen.
In diesem Jahr wird mit Michail Gorbatschow in der UdSSR ein Mann Generalsekretär der KPdSU, der mit seiner „Perestroika“ für eine der ganz großen politischen Umwälzung des Jahrhunderts steht – der den Zusammenbruch des kommunistischen Systems des Ostblocks einleitet.
Der Iran-Irak Krieg endet aber die USA führen zuletzt noch eine Seeschlacht gegen den Irak, bei der eine unbeteiligte Passagiermaschine abgeschossen wird. Der Republikaner George Bush wird Präsident der Vereinigten Staaten und in der UdSSR verkündet Michail Gorbatschow, dass jeder sozialistische Staat sein Gesellschaftssystem selber wählen darf.
Die Jahreszahl 1984 ist auch der Titel des dystopischen Romans von George Orwell – und aus diesem Anlass beschäftigen sich in diesem Jahr tatsächlich viele Medien mit Datenschutz und staatlicher Überwachung – Jahre vor der Allgegenwart des Internet mit seiner digitalen Transparenz.
1986 wird immer als das Jahr der Tschernobyl-Katastrophe in Erinnerung bleiben: In der noch existierenden UdSSR – genauer in der Nord-Ukraine – kommt es in einem Atomkraftwerk zu dem, was Atomenergiebefürworter ausgeschlossen haben: